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OZELLA > Labels > OZELLA > Michel Sajrawy > Michael Sajrawy > Yathrib > Pressestimmen

Eine wahrlich kochend heiße, ziemlich einmalige, brodelnde Melange aus traditioneller arabischer Musik, westlichem Jazz-Rock und flotten Rockgrooves, die uns Michel Sajrawy hier serviert. Eines meiner Top-Alben des Jahres 2006! Thomas Kohlruß babyblaue-seiten
Imagine McLaughlin’s Shakti, but swap Indian music for Middle Eastern music. What a fantastic album!
Jazzis, Israel
"File Under: arabic fusion jazz", steht auf dem Beipackzettel, doch ganz so einfach ist das nicht mit einer Rubrik für diese elektrische und elektrisierende, nahöstliche und dennoch keinesfalls dem Westen ferne Musik. Auf vielfältige und vor allem sehr sinnliche Weise steht sie dazwischen: zwischen Elektro und Akustic, zwischen harsch und meditativ, zwischen Hochgeschwindigkeit und Vollbremsung, zwischen Gestern und Heute. Schon in der Biographie des 35-jährigen Gitarristen Michel Sajrawy sind die Gegensätze gebündelt: Der in Nazareth Geborene wuchs als christlicher Araber mit israelischem Pass auf, fühlte sich aber als Araber. In seinem festen Quartett gibt es neben ihm Oud, Bass und Schlagzeug und für diese Debütplatte noch diverse Streicher und Perkussionisten. In der Summe entfaltet das tausendundeine Macht, ist griffig, schwelgerisch und hoch emotional. Es ist exotisch, aber nicht fremd. Das spannt ohne eklektizistische Kleisterei seinen Bogen von Oud of this World hin zu Mahavishnu-Artigem. Die neun Eigenkompositionen Sajrawys bleiben schön transparent, "Father" heißt ein Stück, das beiläufig Hendrix zitiert und dann ganz unbeflissen in eine große Dramaturgie zurückschwenkt. Deren Titel "Yathrib" steht für Medina, die fruchtbare Oase östlich vom Roten Meer, wo sich die Kulturen verbanden. Ein stimmiges Programm, das diese detailpralle, beseelte und kurzweilige Musik mit Leben füllt.
Jazz Thing 02/03-2006, Ulrich Steinmetzger
..eine hoch spannende, sehr emotionale Musik, wobei auch klassische Instrumente wie Oud, Violinen, Bratsche, Rabab, Tabla und Rek in die Vergangenheit zurückverweisen. - Ein Beispiel, wie Weltmusik im besten Sinn klingen kann.
Friederike Haupt, nmz 04/06
Ein christlicher Araber mit israelischem Pass und palästinensischer Identität – passender konnten die Personaldaten für die Leipziger Festivalidee nicht sein. Michel Sajrawy erwies sich bei seinem Europa-Debut als ein eleganter, kühler Stilist, der seine Gitarre fast ausnahmslos mit einer obertonarmen „sauberen“ Verstärkereinstellung spielt, so wie Vertreter seiner Großvätergeneration, etwa Jim Hall oder Pat Martino. Sajrawy baute in seinen reich harmonisierten Linienfluss orientalische Melismen ein und gewann damit einen ganz eigenen Ton. Das Arabische verstärkte der Geiger Francis Sbanyoli, der die Ornamente noch intensiver ausreizte und wie ein Instrumentalverwerter von Anregungen türkischer oder ägyptischer Sängerinnen klang.
Ulrich Olshausen, FAZ 12.10.2006
I just listened to “Yathrib”. I listened to it once, then again. And again. Not that it was necessary to clear some doubts, no, not at all. It just left me speechless…
By Fred Wheeler
Tokafi
Was er dabei mit seinen ebenbürtigen Mitmusikern vorstellt, ist ein Album von aufregender Schönheit, das mit Hilfe der Tablas von den tänzerischen Wirbeln der Derwische und dem Einklang von Violinen und Oud von den Märchen aus Tausendundeiner Nacht, Hans-Christian Andersens fliegenden Teppich eingeschlossen, erzählt und das dabei eine mitreißende Reise durch/über (wir haben ja den Teppich) die arabische Halbinsel ist. Wir erleben Basare, herrlich geschmückte, geheimnisvolle Tänzerinnen, fröhliche Feste und sehen Bilder einer berauschenden Welt. Die Reise endet in Karm El- Sheikh, einem Ort, der durch Friedensgespräche weltbekannt wurde. Könnten doch all die vernagelten Fundamentalisten gleich welcher Couleur von diesen wunderbaren Musikern lernen, die uns mit "Yathrib" ein exorbitantes Album geschenkt haben.
Frank Becker, OMM
Michel Sajrawy rettet die Welt (-musik). Dieses Album ist ein einziges Manifest… ein ganze Klangwunderorchester.
RNZ
Arabic Fusion Jazz – You have that smile when you smile
Gute Alben haben zwei Geheimnisse. Eines, das sie für sich behalten, und eines, das sie dem Zuhörer offenbaren. "Yathrib" ist so ein Album… Wer auf zappaeske Jazzexkurse, arabische bzw. mediterrane Gelassenheit und stürmische Reisen über den Gitarrenhals steht, wird dieses Album aus Nazareth schätzen. You have that smile when you smile.
Der Schallplattenmann
Mit brodelnder Energie, Virtuosität und gelegentlich unglaublicher Schnelligkeit verbindet der Musiker Fusionjazz, Rock und Makamat, die Weltmusik des arabischen Mittleren Ostens.
Michael Scheiner, die Lichtung
"Yathrib" ist ein besonderes Album. Ein intimes Werk von Musikern, die in einem politisch aufgewühlten Land leben, die verschiedenen Glaubensrichtungen angehören, ohne darin Auseinandersetzung zu suchen. Ein eindrücklicher und hinreißender Beweis dafür, dass ein Zusammenleben im Land der Ursprünge so unterschiedlicher Religionen möglich ist.
Unbedingte Empfehlung! "Yathrib" gehört zu meinen ganz persönlichen besten 10 Alben des Jahres
Volkmar Mantei,
ragazzi
...Sajrawy is an excellent technical and melodic player who's improvisations steer from the sentimental into daring and encompassing work that keeps the essential spirit of swing and soul using modern instrumentation mixed with tradition instruments such as the oud and tabla. ...A commendable spirit from an excellent and uplifting album of great melodies and grooves.
Squid's Ear
The marriage of virtuosic jazz-fusion and ethnic motifs has a lofty standard of comparison in the seminal works of John McLaughlin – one that Israeli guitar master Michel Sajrawy embraces with conviction. A sticker on the cover of his new album invites the listener to imagine McLaughlin’s Shakti project with Indian influences swapped for those of the Middle East.
That certainly is what Yathrib delivers. An identifying factor is the prominent role played by violin/viola, and to a lesser extent, oud and tabla. Native rhythmic/melodic/tonal vocabularies of the region’s ancient “Makamat” musical traditions provide the canvas on which Sajrawy and his band ”Spiritual Oasis” and the understated “In Memory Of Om Kalthoum”.
Fusion needs not to be all busy and difficult, and Michel Sajrawy proves with Yathrib that it also can possess soul.
John Collinge, Progression Magazine 2008
…While we have a good number of oriental music players, it’s rare to see a jazz musician in Palestine. Perhaps Yathrib, debut album of the composer and guitar player Michel Sajrawy, is one of the rare jazz influenced productions of Palestine.
Najwan Darweesh, Al-Akhbar 22-02-07
Sajrawy himself is a very nimble fingered guitarist who plays furious one moment and slowly melodic the next. The music brings to mind a curious almalgam of Django Rheinhardt's Hot Club de France and Robert Fripp and King Crimson. I enjoyed this album but I don't think it will appeal to all - if you like jazz rock with the exotic spiciness of the arabic middle east then you'll love it.
John M. Peters, The Borderland