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Urbs

31. Leipziger Jazztage
Das persönliche Highligt der Rezensentin war das Konzert des norwegischen Saxophonisten und Goat-Horn-Spielers Karl Seglem... Die Power des Quintetts, seine ungeheure Spielfreude und letztlich die ungewohnten Klänge und Klangkombinationen stachelten das Publikum – alt und jung gleichermaßen – zu begeistertem Beifall an.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCarina Prange, Jazzdimensions

 

Mit einem Fuß in der Moderne, mit dem anderen in der Folklore – das ist der Spagat, den in jüngster Zeit norwegische Musiker, Jan Garbarek, Mari Boine oder Nils Petter Molvær etwa, wagen. Kein anderer meistert ihn derzeit so überzeugend wie der Tenorsaxofonist Karl Seglem aus Oslo. Da prallt der archaische Klang eines Goat Horn, einer Ngoni oder einer Baglava auf wilde Riffs einer E-Gitarre, da vermischt sich die Hardanger Fiddle mit perkussiven Klängen. Ursprüngliches vereint sich auf „urbs“ mit Elektroklängen, Klagendes mit peitschender Rhythmik, Akustisches mit Synthetischem. Jazz, Folk und Art Rock verbinden sich zu einer spannenden Weltmusik, die nicht zuletzt auch eine Hommage an die nordische Landschaft ist, die Seglem inspirierte.
Alexander Kluy, Rheinischer Merkur 12.04.2007

 

Das archaische Ziegenhorn wird sofort brutal von Elektronik unterwandert, gespleißt, verfremdet, turbulent in andere geokulturelle Zusammenhänge gestoßen. Energie und neue Sounds, so bezeugt Seglem, beziehe er von den Bergen, die Ihn in seiner Kindheit umgaben, von den Städten, in denen er sein halbes Leben gewohnt hat, und von dem Fossil in ihm.
 Auf der phantastischen Reise zwischen diesen imaginären Stationen ... gibt es später dann auch zärtliche, trostreiche Passagen mit Seglems weichem Tenorsaxophon-Klang. Ulrich Olshausen, FAZ 22.07.07

 

Karl Seglem ist ein Klangzauberer, der archaische Melodien und zeitgenössischen Jazz zu mystischen Landschaften verwebt. „Urbs“ heißt das neue Album, auf dem der norwegische Tenorsaxophonist und Ziegenhornbläser eine visionär anmutende Klangreise unternimmt. Ausgangspunkt ist die Folklore seiner Heimat, Karl Seglems Band erweitert sie durch die Wucht von E-Gitarre und Schlagzeug ebenso wie durch lyrische Saxophonlinien.
Antje Rößler, Jazzpodium März 2007

 

URBS - He did it again
Mary Dauline von der belgisch/afrikanischen Band Zap Mama prägte auf einer ihrer Platten den Begriff "anciestry in progress“ – die Tradition der Ahnen übersetzt in eine Speerspitze des Fortschritts. Ein wunderbares Bild auch für die Musik von Karl Seglems neuen Album Urbs. Es ist das, was Mr. Spock als musikalischen Ausdruck eines Risses im Raum-Zeit-Kontinuum bezeichnen würde – einfach faszinierend!
War die letzte CD von Karl Seglem noch eher ruhig und sphärisch angelegt, so birst das neue Album geradezu vor Expressivität. Man könnte auch sagen, es sei eine Sommerplatte nach der Musik zur langen Polarnacht.
Thorsten Bednarz, Jazzthetik 03/07

 

Karl Seglem - "The call of the goat horn"
There is Ying and Yang, black and white in everything. In Karl Seglem's
world there is traditional Norwegian Folk Music and Electronics combined
with his own interpretation of what jazz is....
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterJazzdimensions Interview mit Carina Prange

 

…zuvor so nicht gehörter wuchtiger Ursound …so fesselt mich durchgängig die fast schamanische Kraft und pulsierende Dynamik von Urbs. Ein Frühlingsalbum fürs ganze Jahr – zauberhaft.
Olaf Maikopf, Jazzthing März 2007

 

"Mystisch, mysteriös, meditativ und gleichzeitig energisch, erdig, und evolutionär: mit derlei Adjektiven lässt sich die Musik Karl Seglems beschreiben, oder auch so: Tradition und Innovation, Komposition und Improvisation fließen zusammen, lassen Räume und Landschaften entstehen. Seglem schürft so tief in norwegischen Heimatklängen, dass seine Kompositionen wie archaische, Jahrhundertealte Melodien aus der Ferne rufen. Insbesondere dann, wenn er eines seiner wundersamen Ziegenhörner spielt - schwebende Sounds, leicht verträumt und doch voller tiefe und Transparenz."
Tom Fuchs, Stereo

 

In der Schnelllebigkeit der Gegenwart, die geprägt ist von einer  erdrückenden Flut optischer und akustischer Reize, von einer  Informationsfülle, die ein Mensch allein gar nicht mehr beherrschen  kann, verschwindet der einzelne Ton, verschwindet die emotionale  Bindung an die Vergangenheit.Der norwegische Saxofonist und Ziegenhornbläser Karl Seglem geht auf  seinem aktuellen Album erneut auf eine Art Zeitreise. Sein  Ausgangspunkt ist die Gegenwart, sind die Sounds und Grooves  aktueller (elektronischer) Großstadt-Musik. Aber die Biographie von  Karl Seglem ist verbunden mit dem Klang der Natur, mit dem Leben in  den Bergen, wo er aufwuchs und mit der Urbanität der Städte, die er  besuchte oder in denen er lebte.Auf diesen Erfahrungen basiert auch der Albumtitel urbs, was das  lateinische Wort für Stadt ist.Wunderbare, von Folklore inspirierte Melodien werden verwoben mit  harten, perkussiven, zum Teil elektronischen Sounds. Das aus dem Horn  eines Ziegenbocks geformte Horn steht neben einer E-Gitarre, das  (klanglich an Jan Garbarek erinnernde) Tenorsaxofon neben der  Hardangerfiedel, einem alten norwegischen Volksmusikinstrument.
Ulf Drechsel, RBB, Kulturradio

 

Urbs klingt moderner und aufgeschlossener als Femstein und Reik, das Archaische weicht dem Modernen, ohne an Kraft zu verlieren.  … Wem die  vergangenen Veröffentlichungen von Karl Seglem gefallen haben, der kann dieses Meisterwerk ungehört kaufen.
Chris Elstrodt, Folker! 2/07

 

Auf seinem neuen Album „urbs“ geht der norwegische Tenorsaxofonist und Ziegenhornist Karl Seglem noch einen Schritt weiter als auf dem Vorgänger „Femstein“. Jazz, Folk und warme elektronische Ambient-Musik vereinen sich unter Seglems Regie zu einem mitreißenden Flow-Stream.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterReinhold Horn, Jazzradio Nürnberg

 

Zeitgenössisches Jazzfeeling und Inspiration durch die Quellen der nordischen Folklore ergänzen sich sinnfällig in der Musik des norwegischen Saxophonisten, der in das Spiel mit seiner Band auch Electronics einzubeziehen und einen Bogen von der Archaik zur Avantgarde zu schlagen weiß.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBert Noglik, MDR

 

Auf wundersame Weise irritierend klar und offen zelebriert Saxophonist Seglem ein breites Spektrum folkloristischer Klänge in Verbindung mit geheimnisvoll wirkenden Rhythmen.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKlaus Hübner WESTZEIT

 

Einmal mehr entführt der Klangzauberer uns mit seiner Rhythmus-Crew in eine facettenreiche und atmosphärisch dichte Soundlandschaft, die vom ersten Akkord an begeistert. Selten war die Kombination aus moderner Jazz-Dramatik und folkloristisch-traditionellen Musikelementen so spannend und lebendig wie bei dieser „norwegischen Musiksafari“. Ein echtes Highlight!
Ute Bahn, inMusic

 

Seglem spielt sowohl auf Tenorsaxofon wie auf Hörnern mit viel Kraft, viel Herz, viel Luft und Raum und viel Poesie.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNordische Musik

 

Ein Album, welches mal sehr ursprünglich, mal sehr neuartig klingt und ein Künstler, der wie vor ihm Molvaer und andere "Nordlichter" einen Faible für Brückenschläge hat.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCarina Prange, Jazzdimensions

 

 

It takes off like a glider plane into open, blue and sunlit skies, almost effortlessly, denying the powers of gravity with elegant and beautiful moves under huge piles of white clouds. Even the goat horn, displaying a very honest, ancient and almost naïve quality, fits perfectly into the sense of nature, the rough and real nature of Norway.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterFred M. Wheeler, Tokafi

 

Norway’s  poet of the goat horn
Karl Seglem has been one of Norway’s foremost sax players, composers and producers since the 80s, yet his thirst for innovation and musical adventureis is as strong as ever.
Fiona Talkington, Songlines

 

Jazz sounds are combined with global electronica, rock and Norwegian folk. Seglem's habitual collaborator, Hardanger fiddler Hakon Hogemo participates in most of the album, adding a delightful touch of Norwegian folk.
World Music Central

 

After an exciting autumn filled with a massive amount of new and wonderful Norwegian jazz, Karl Seglem tops it all with 'Urbs'. Fewmusicians, if any, have managed to generate as fertile a meeting point for tradition and innovation as the tireless west-coaster.
Bjørn Olav Nordahl, DAGENS NÆRINGSLIV

 

In many ways, Seglem is now the most obvious heir of the previous Norwegian 'pioneers' abroad, such as Jan Garbarek and Mari Boine, in the way he combines a clear identity with a broad viewpoint and innovative compositions. Just listen to the hypnotic appeal of 'Urbs'.
Mode Steinkjer, DAGSAVISEN

 

Wenn Karl Seglem tief nach den Klangbildern der Menschen am nördlichen Polarkreis schürft, wenn er sich mit schamanischer Inbrunst den Landschaftsbeschreibungen Norwegens widmet, wenn er mit dem archaischen Bukkehorn wie ein Mauersegler durch lange, unendliche Schluchten schwebt oder einfach nur voller Gelassenheit mit seinem Saxophon unter einer Trauerweide sitzt, dann ist es oft bloß ein Katzensprung mitten hinein in die engen, nach Benzin stinkenden Straßen der Metropolen, in die anonyme Rastlosigkeit der Leute. Dann züngeln deftige Grooves, gestrickt aus den Ostinato - Figuren des Bassisten Gjermund Silset und der spannenden Perkussionsvielfalt von Helge Norbakken (beide zuvor lange bei Mari Boine), permanent von Olav Torgets nadelartigen Gitarrenriffs angebohrt, während der großartige Håkon Høgemo mit der Hardanger – Fiedel von Seglems Opa die Melodien verdoppelt oder geheimnisvoll ergänzt. Eine faszinierend- turbulente Reise durch Zeit und Raum, bei der musikalische und geographische Grenzen keine Rolle mehr spielen.  Wenn die ganze Zerrissenheit dieses Planeten, die klaffende Diskrepanz zwischen Schöpfung und ihrer schleichenden Zerstörung tatsächlich irgendwo und irgendwann lokalisiert werden könnte, dann von diesem schlauen Elben.
Reinhard Köchl, Jazzthing April/Mai 2007

 

La det være sagt med en gang at URBS er en strålende plate som setter bearbeidede minner og erindringer om norsk (og internasjonal) folkemusikk inn i en balansert og oppdatert jazz-electronica-rock-kontekst. Kall det gjerne samtidsmusikk, her pelles det både gamle fossiler og nye digitale sløyfer. Sånn sett er arbeidene hans relaterte til - men klart forskjellig fra - Jan Garbarek, Nils-Petter Molvær og Mari Boine.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDag Erik Asbjørnsen, Grooove

 

Føl folkgroovet på «Digeldans» og elektronikagroovet på «Urbs».Og la deg flyte med på vindblåste og mystiske «Fossil». Karl Seglem er en av norsk musikks få fornyere for tiden. Her får du ham i glitrende ensemblespill sammen med Helge Norbakken (trommer/perkusjon), Håkon Høgemo (hardangerfele), Gjermund Silset (bass/elektrisk gitar) og Olav Torget (diverse gitarer).
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKjetil Wold, Aftenbladet.no 

 

Slik Karl Seglem og musikken hans framstår i dag er den så personlig, original, sterk, vakker og varm at man lett kan tro at Karl Seglem har funnet fram. Det tror jeg likevel ikke: Vi kommer garantert til å finne søkeren Seglem et annet sted neste gang – stadig på leting.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterTor Hammerø, tv 2

 

Også saksofontonen virker modnere, avrundet. Det samme gjelder hardingfelespiller Håkon Høgemos bidrag. Dette er forfriskende og nyklingende samtidsmusikk med århundregammel klangbunn.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCarl Petter Opsahl, Rampelys Musikk