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Let Go

Jazz - Album der Woche
Randi Tytingvåg phrasiert dabei mit ihrer überaus beweglichen, bemerkenswert intonationssicheren Stimme mit großer Präzision und lässt dem Spiel ihrer Begleiter dennoch genügend Raum. Etwa im chansonesken "Rat Race" wider dem alltäglichen Tretmühlendasein - oder im Titelsong "Let Go", einem Lied über das Werden und Vergehen der Liebe, von großen Träumen sowie der Fähigkeit Schwäche und Verletzlichkeit zu zeigen.

Obgleich fernab skandinavischer Schwere - wie sie manchmal Kolleginnen wie Solveig Slettahjell oder Sidsel Endresen eigen ist - zieht sich durch das Album dennoch ein Hauch von Melancholie. Auch Randi Tytingvåg gehört zu jenen Künstlerinnen, die es verstehen, mit ihrer Musik "böse Geister" zu vertreiben.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNDR-Info

 

"Let Go" erweitert das spektrum der 32-jährigen noch einmal um klassik- und klezmer-elemente; wobei die überwiegend balladesken kompositionen jederzeit hörbar bleiben und ihr bereits den ruf eines weiblichen, sanfteren tom waits einbrachte.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSellfish

 

emotionale Tiefe und musikalischen Klarheit.
Rüdiger-René Keune, Magazin "Off"

 

...eine ganz eigene künstlerische Musiksprache.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterLuedinghausen-Muensterland.de

 

...die Songs verströmen den Charme einer Jugend, die sich auf den Weg der Erkenntnis begibt. Die Erinnerung an die wundermilden Melodien von früher hilft böse und Unfrieden stiftende Geister zu vertreiben. Diese Methode sollte auch bei den älteren von uns Wunder bewirken, die wir in den Texten finden, was wir schon erfahren haben: das Auffliegen von Illusionen und Lebenslügen, die Versprechen und Enttäuschungen der Liebe.

... Mit musikalischer Experimentierfreude und -freiheit schaffen es die norwegischen Sängerinnen sich vergleichend zu entziehen. Das würde auch nicht weit führen bei Randi Tytingvåg die singen kann wie Kate Bush, hauchen wie Marilyn Monroe und dabei aussieht wie Pippi Langstrumpf vor ihrem nächsten Streich. Gar nicht festlegen lässt sich auch ihre Band, bestehend aus dem Pianisten und Arrangeur Anders Aarum, dem Akkordeonisten Espen Leite und dem Kontrabassisten Jens Fossum. Mit Leichtigkeit schaffen sie einen facettenreichen Rahmen aus Klezmer, Tango, Klassik, Pop und Jazz. Brillant unterstützt von Violine, Klarinette und Backgroundgesang. Die Melancholie ist in den Nordmelodien zuhause. Hier aber triumphiert trotz allem die Lebensfreude. Möge das ganz lange so bleiben.
Heidi Eichenberg, MDR Figaro 11.01.2010

 

Mit ihrer eigentlich neuesten Produktion „Red“ hat sich die Norwegerin Randi Tytingvåg nicht nur in die Herzen der Kritiker gesungen. Die Sängerin aus Stavanger ist einfach eine ganz besondere Künstlerin mit eigener musikalischer Vision. Das ließ sich schon auf ihrem zweiten, bislang nur in Norwegen erschienenen Album „Let Go“ nachhören, das nun von Ozella Music neu aufgelegt wird. Die Platte aus dem Jahre 2006 verschmelzt Jazz mit Chanson, Tango, Pop oder Klezmer, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Randi Tytingvåg war schon vor vier Jahren die neugierige Künstlerin, die einfach viele musikalische Vorlieben hat und diese gerne in ihrer Kunst verknüpft. Das macht sie auf „Let Go“ charmant und unterstützt von ihren Klassemusikern und rührt mit ihnen gemeinsam einen schillernd bunten und reichhaltigen Klangkosmos zusammen.
Christoph Giese, Jazzthing Februar/März 2010

 

Nun erscheint der Vorgänger "Let Go" auf internationaler Ebene und ergänzt das auditive Vergnügen aus Jazz, Edelpop, Broadway und globalen Rhythmen um sanftere, durch verspielte Leichtigkeit beglückende Komponenten.
Bewies Randi Tytingvaag auf "Red" vom ersten bis zum letzten Song Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein in einer spannungsvollen Atmosphäre, so zeigt das in Norwegen bereits 2006 veröffentlichte "Let Go", dass sie auch mit etwas zurückhaltenderen und zarteren Songs unwiderstehlichen Charme und Charisma entfalten kann. Dies geht - wie schon von "Red" gewohnt - einher mit ausgefeilten Kompositionen, die allesamt als Kleinode des norwegischen modernen Jazz gelten können.
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterTadjana Zilg, AVIVA 3 2010

 

Das Geschöpf, das uns da auf dem Cover entgegenblickt, wirkt eher wie ein kleines Mädchen mit seinen großen Augen, dem breiten Mund und dem Bubikopf. Die norwegische Sängerin und Komponistin ist jedoch schon 1978 in Stavanger geboren und blickt nach einer Ausbildung an englischen Kunstschulen auf ihre mittlerweile vierte Veröffentlichung zurück.
...Sie schleicht wie eine Katze durch ihre Songs, variiert, nuanciert und phrasiert innerhalb jedes Tracks.

Ihre Stücke bewegen sich irgendwo zwischen Kammer-Jazz, Nordic Folk, Klezmer, Tango, Cabaret und Singer/Songwriterei. Die Genregrenzen sind fließend, wobei die drei hervorragenden Begleiter alle Stile innerhalb der geschmackvollen Arrangements perfekt umsetzen und sehr atmosphärisch spielen. Eine ganz eigene Kiste, die das Quartett da kreiert. Im remasterten Finish klingt das sehr warm und intim.

Poetisch sind die Texte, die das Mitlesen in dem ansprechend künstlerisch gestalteten Booklet lohnen. Für Randi Tytingvåg sollte man sich für die knappe Dreiviertelstunde eine komplette Auszeit gönnen, zum Berieseln ist ihre Musik zu schade.
Norbert Neugebauer, Rocktimes März 2010 

 

...eine sehr ausdrucksstarke Sängerin (2004 als "The artist of the year" ausgezeichnet), die in leisen, gefühlvollen und emotionalen Stücken ebenso zu Hause ist wie in verspielt wirkenden leichten Songs.
Fazit: Die norwegische Sängerin verschmilzt diverse Genres zu einem ungewöhnlichen, aber stimmigen Gesamtbild.
Stefan Krell, Melodie & Rhythmus, März/April 2010

 

Einmal mehr bin ich von Randi Tytingvågs toller, kristallklarer Stimme begeistert. So etwas Schönes hört man selten.
Nico Steckelberg, Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDer Hörspiegel

 

Einflüsse aus Klezmer, Tango, Klassik, Pop und Jazz. Obwohl der Grundtenor immer leicht melancholisch ist, steckt in der Musik dennoch eine unbändige, stets präsente Lebensfreude. Vielleicht so, wie in eingeschneiten norwegischen Hütten die Träume, Hoffnungen und Gedanken unbeschwert umherschweifen. Ein Traum von einem Album!
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterMDR-Figaro

 

…charmant,… schillernd bunt und reichhaltiger Klangkosmos…
Christoph Giese, Jazzthetik  März /April, 2010 

 

Die norwegische Sängerin Randi Tytingvag kann mich auch auf ihrem zweiten Album „Let Go“ begeistern. Ihr unvergleichlicher Gesang findet im Zusammenspiel mit ihren musikalischen Mitstreitern ein weites Betätigungsfeld, womit sie einmal mehr unterstreicht, dass sie sich durch keine stilistischen Scheuklappen begrenzen lassen möchte. Ob Jazz, Tango,  Pop, Klezmer oder Avantgarde - Randi macht quer durch sämtliche Stilistiken eine gute Figur. Die CD kann ich nur wärmstens empfehlen!
Bernd Lorcher, inmusic 03/04 2010

 

Die Norwegerin Randi Tytingvåg verblüffte beim Jazzfrühling
Kassel. Über eine Sängerin mit Kultpotential und eine ebenso hochkarätige Band freuten sich die 150 Besucher beim zweiten Abend des Kasseler Jazzfrühlings. Musik, die sich nicht in eine Schublade stecken lässt, gab es beim umjubelten Auftritt von Randi Tytingvåg, im Gewölbekeller des Karlshospitals.
Im erfinderischen Eklektizismus der norwegischen Liedschreiberin kommt es vor, dass ein Song wie eine Jazzballade beginnt und als Chanson im Dreiertakt weitergeht ("Red Or Dead"). Oder dass ein Stück mit fernöstlicher Melodik zum Kraftfeld einer heftigen Jazz-Entladung der Band wird ("Big In China"). Kurios lang ist dann auch die Liste der Namen, die Journalisten bisher zum stilistischen Vergleich bemühten: Tom Waits, Kate Bush, Kurt Weil, Barbra Streisand, Astor Piazzolla und - nicht zu vergessen - Pippi Langstrumpf.
Viele Facetten, vom lasziven Hauch bis zum kräftigen Spitzenton, finden sich in Tytingvågs perfekt intoniertem Gesang. Auch ihre Performance hat etwas Theatralisches im besten Sinn: ausgebreitete Arme, mal verträumte, mal verschmitzte Mimik. Nicht minder großartig sind Anders Aarum (Keyboards), Espen Leite (Akkordeon), Magne Thormodsaeter (Kontrabass) und Ivar Thormodsaeter (Drums). Schräge Einsprengsel, choralhafte Akkorde wie in der Kirche und vitale Tangovirtuosität kommen vom Akkordeonisten. Der Pianist hat ebenfalls eine ganze Menge zu bieten - vom Griff in den Innenraum des Flügels bis zu eleganter Raserei.
Nach begeistertem Beifall schlägt in den Zugaben nochmals der Stilmix zu. Denn auf eine gewitzte Mitmach-Version von Cole Porters "My Heart Belongs To Daddy" lässt Tytingvåg die Elfentöne eines norwegischen Traditionals folgen. Kultverdächtig.
Georg Pepl, HNA 15.03.2010

 

Grenzenlose Perfektion und Schönheit. Randi Tytingvåg und Band übertrafen die Erwartungen.
Besser als gut – schlichtweg grandios. Randi Tytingvåg und ihre vier Tourmusiker sorgten für einen Abend der Extraklasse.
Technik? Als wäre es nichts, wurde der zu recht gelobte Sound ihrer Studioaufnahmen in die schwierige Akustik der Dreikönigskirche transportiert.
Ausstattung? Jeder einzelne gespielte Song erschien im Gewand der reduzierten Instrumentierung perfekt – und in keinster Weise reduziert.
Musikalische Fähigkeiten? Auf meiner Tastatur fehlt das Unendlichkeits-Symbol.

Ganz, ganz langsam fädeln sich Anders Aarum am Klavier, Espen Leite am Akkordeon, Magne Thormodsaeter am Kontrabass und Ivar Thormodsaeter an den Drums in den ersten Song, „Cohesion“ ein. „I couldn’t leave you if I wanted to“ stellt die kleine Frau, die sich zum Mikrofon regelrecht hinaufrecken muss, nüchtern fest und sofort ist diese Stimme so voll da, als wäre es nicht anders denkbar. Viel weniger kindlich als in der Studioaufnahme, erahnt man bereits in den ersten Tönen die Bandbreite, über die diese Sängerin verfügt. Aarum bearbeitet das Innere des Klaviers mit einem Schlagzeug-Klöppel, die angedeutete Melodie wird von Leite am Akkordeon vorgegeben. Die Brüder Thormodsaeter tupfen. Zart, ganz zart. Schließlich geht es um die Verletzlichkeit von Liebenden.
„Why“ schien ein wunderbares Lied einer verlassenen Liebenden zu sein – was es auch ist, jedoch das der vom verstorbenen Vater verlassenen Tochter, wie die Norwegerin erklärt, die den Song für eine Freundin geschrieben hat. Sanft beginnen die Rhythmen, bis Bass und Drums den regelrecht gewalttätigen Schmerz hineinbringen. Wahre, tiefe Trauer: „It won’t go away“. Intensiver hat man das Thema in seiner musikalischen Verarbeitung selten erlebt…

…Laute Jubelrufe holen die Sängerin und ihr grandioses Team schnell wieder auf die Bühne zurück…
Beate Baum, Dresdener Neueste Nachrichten 09.03.2010

 

Norwegian singer Randi Tytingvåg is simply a very special artist, with her own musical vision. She sneaks through her songs with irresistible charm and charisma, phrasing with extreme agility. Her intonation is remarkably confident and her voice commands the greatest of precision. She displays poise and confidence in an atmosphere of total suspense. Although far removed from Scandinavian seriousness, there is still a touch of melancholy that threads a canvas of Nordic delight, through the beautiful and poetic songs, which exude the charm of youth, the road to awareness, life’s illusions, the promises and disappointments of love and the memory of wonderful mild melodies of times gone by.
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenstermusical missing piece

 

The sweet melodies, soft piano, and gritty violin make Let Go seem like a sunny recording of utter happiness for any cloudy or rainy day.
Matthew Forss, Inside World Music